Drei neue Mitglieder konnte am vergangenen Montag Rüdiger Hölscher bei der Mitgliederversammlung des Salzstreuer begrüßen. Damit kommt die ökumenische Initiative der katholischen Pfarrei St. Dionysius und der evangelischen Jakobi-Gemeinde auf fast 50 Mitglieder, die sich im Brotteam oder bei den Beratungen ehrenamtlich betätigen.

Anschließend wies Hermann Gottlieb in dem Bericht des Vorstands auf die Aktivitäten des vergangenen Jahres hin. Nun schon das fünfte Mal führte man in den Sommerferien 2017 die Naturzoo-Aktion durch. Für Familien mit Kindern habe man eine Führung im Naturzoo organisiert, an der insgesamt 50 Personen teilgenommen und einen schönen eindrucksvollen Nachmittag erlebt hätten. In den kommenden Sommerferien sei eine Wiederholung geplant.

Im Mittelpunkt der Arbeit des Salzstreuer stehen neben der Brotaktion die regelmäßigen Sprechstunden, die zweimal in der Woche angeboten werden. Bei den 99 Beratungsterminen wurden 270 Beratungsgespräche geführt. Die höchste Zahl an Beratungen erfasste man 2011 mit 369, auf die niedrigste kam man 2009 mit 235 Gesprächen. Daneben unterstütze man allwöchentlich bei der Brotaktion etwa 50 Familien durch die günstige Abgabe von Brot vom Vortag. Möglich sei das nur durch das breite ehrenamtliche Engagement der Mitglieder des Salzstreuer e. V., die sich unentgeltlich in den Dienst der guten Sache stellen. Ebenfalls sei den Bäckereien Scholhölter, Schönebeck und Werning zu danken, die Brot und Brötchen vom Vortag einmal in der Woche kostenlos zur Verfügung stellen.

Zu betonen sei das gute Einvernehmen zum Sozialpunkt, der im Basilika-Zentrum für die rechte Emsseite zuständig ist. Inzwischen treffe man sich regelmäßig, um sich über Erfahrungen und geplante Aktivitäten auszutauschen.

In seinem Kassenbericht bedankte sich Ludwig Pott bei den Spendern, die durch ihre Zuwendungen die ehrenamtliche Arbeit erst ermöglichen. Es sei allerdings ein leichter Rückgang an Spenden zu verzeichnen. Von der Kassenprüfung berichtete Marianne Brosowski. Man habe eine ordentliche und gut geführte Kasse vorgefunden. Anschließend wurde dem Kassierer und dem gesamten Vorstand Entlastung erteilt.

Bei den Wahlen zum Vorstand wurden Michael Allgaier, Rüdiger Hölscher und Ludwig Pott wieder gewählt. Da Hermann Gottlieb nicht erneut für den Vorstand kandidierte, blieb eine Vorstandsposition bis auf weiteres vakant. Als Kassenprüferinnen wurden Marianne Brosowski und Anne Schäfer für drei Jahre gewählt. Abschließend bedankte sich Rüdiger Hölscher für die rege Teilnahme an der Mitgliederversammlung und das gute Miteinander.

 

Briefmarken sammeln ist out? Scheinbar richtig, denn die Zahl der Sammler in Deutschland hat sich seit den siebziger Jahren fast halbiert. Aber im Internet findet man eine Vielzahl von Händlern, Börsen und Seiten, bei denen es um Briefmarken geht. Und die Briefmarkensammelstelle in Bethel kann den Rückgang nicht bestätigen.

Briefmarken gibt es seit 1840. Die Briefmarkenstelle in Bethel feierte 2013 ihr 125-jähriges Bestehen. Anfangs sortierten etwa 20 Menschen mit Behinderungen die gespendeten Postwertzeichen. Inzwischen finden dort 125 kranke, behinderte oder sozial benachteiligte Menschen Arbeit. Die Marken werden gereinigt, sortiert und für den Verkauf an Sammler vorbereitet. Auch Sammlungen werden Bethel gespendet, die dann gesichtet und sortiert werden müssen. Dabei finden die Mitarbeiter gelegentlich auch vollständige Blöcke. Alle arbeiten nach ihren individuellen, manchmal stark eingeschränkten Möglichkeiten. Arbeiten bedeutet für sie, den Tag sinnvoll zu gestalten, Geld zu verdienen, soziale Kontakte zu knüpfen und zu zeigen, was sie können.

Täglich kommen rund 400 Briefe, Pakete und Päckchen mit Briefmarken in Bethel an. Selbst in Zeiten von Mails, SMS oder WhatsApp steigt die Zahl der gespendeten Postwertzeichen. Jährlich werden 29 Tonnen Briefmarken in der Sammelstelle aufbereitet, sortiert und für den Verkauf verpackt. Das entspricht etwa 128 Millionen Briefmarken.

 

Die Sammelstelle ist im Netz unter www.briefmarken-bethel.de zu finden. Neben einer Fülle von Informationen, die man dort erhält, kann man auch Briefmarken bestellen. Neben Ersttags-Blättern werden gestempelte und postfrische Marken, Marken aus der BRD oder aus aller Welt angeboten. Für 25,50 € erhält man zum Beispiel eine bunte Mischung mit 2 kg Briefmarken aus Deutschland und der ganzen Welt. Schatzsucher finden in solchen Mischungen gelegentlich auch Schnäppchen.

Der Salzstreuer-Vorstand hat nun beschlossen, im Büro an der Breiten Straße eine Sammelbox für Briefmarken aufzustellen. Jeder kann dann während der Öffnungszeiten dienstags zwischen 10 und 12 Uhr und freitags zwischen 15.30 und 17.30 Uhr die ausgeschnittenen Marken abgeben. Die Marken werden dann an die Sammelstelle in Bethel weitergeleitet und tragen zur Sicherung der Arbeitsplätze bei.

 

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