Familiennachmittag im Naturzoo

In den Sommerferien lud der Salzstreuer wieder zu einem Familiennachmittag in den Naturzoo ein. Bei der bewährten Führung von Stefanie Hecht erfuhren die Kinder mit ihren Eltern viel über verschiedene Tiere und durften selbst auch füttern.

Für die Nasenbären hatte Frau Hecht leider keine Leckerlis parat, gab dafür aber Informationen über die in Südamerika beheimateten possierlichen kleinen Bären. Sie haben kleine Augen, sehen schlecht, sind wegen ihrer großen Nasen aber gute Riecher. Dank ihrer langen Schwänze können sie balancieren und fressen Insekten, Würmer, Küken, Ratten und gelegentlich auch Meer-schweinchen. Das älteste Tier in der Gruppe ist der zehnjährige Kai-Uwe, Nasenbären werden bis zu 15 Jahre alt.

Den beiden Tigerdamen sah man noch nicht an, dass sie auf ihren männlichen Mitbewohner warten, der zum Ende der Woche in Rheine erwartet wird. Der männliche Tiger aus England, der für Rheine vorgesehen war, ist plötzlich verstorben. Der Ersatz kommt nun aus Belfast und ist durch das Zuchtprogramm vermittelt worden. Man ist im Naturzoo gespannt, wie sich die beiden neunjährigen Tigerschwestern auf den Nordiren einstellen. Interessant war zudem, dass die Fleischfresser nicht mit Schweinefleisch gefüttert werden, weil sie es nicht vertragen.

Die Lamaherde kam angaloppiert, als sie merkten, dass die jungen Besucher Futter mit dabei hatten. Besonders Victory fand Gefallen an einem Lama. Die in Südamerika beheimateten Kamele ohne Höcker waren zutraulich und ließen sich auch streicheln. Eines der Tiere sei taub, erklärte Stefanie Hecht.

Nach der Fütterung der Pinguine und Seehunde stärkte man sich im Zoobistro. Die Gäste des Salzstreuer bedankten sich abschließend für den informativen und abwechselungsreichen Nachmittag im Naturzoo.     

Briefmarken sammeln ist out? Scheinbar richtig, denn die Zahl der Sammler in Deutschland hat sich seit den siebziger Jahren fast halbiert. Aber im Internet findet man eine Vielzahl von Händlern, Börsen und Seiten, bei denen es um Briefmarken geht. Und die Briefmarkensammelstelle in Bethel kann den Rückgang nicht bestätigen.

Briefmarken gibt es seit 1840. Die Briefmarkenstelle in Bethel feierte 2013 ihr 125-jähriges Bestehen. Anfangs sortierten etwa 20 Menschen mit Behinderungen die gespendeten Postwertzeichen. Inzwischen finden dort 125 kranke, behinderte oder sozial benachteiligte Menschen Arbeit. Die Marken werden gereinigt, sortiert und für den Verkauf an Sammler vorbereitet. Auch Sammlungen werden Bethel gespendet, die dann gesichtet und sortiert werden müssen. Dabei finden die Mitarbeiter gelegentlich auch vollständige Blöcke. Alle arbeiten nach ihren individuellen, manchmal stark eingeschränkten Möglichkeiten. Arbeiten bedeutet für sie, den Tag sinnvoll zu gestalten, Geld zu verdienen, soziale Kontakte zu knüpfen und zu zeigen, was sie können.

Täglich kommen rund 400 Briefe, Pakete und Päckchen mit Briefmarken in Bethel an. Selbst in Zeiten von Mails, SMS oder WhatsApp steigt die Zahl der gespendeten Postwertzeichen. Jährlich werden 29 Tonnen Briefmarken in der Sammelstelle aufbereitet, sortiert und für den Verkauf verpackt. Das entspricht etwa 128 Millionen Briefmarken.

 

Die Sammelstelle ist im Netz unter www.briefmarken-bethel.de zu finden. Neben einer Fülle von Informationen, die man dort erhält, kann man auch Briefmarken bestellen. Neben Ersttags-Blättern werden gestempelte und postfrische Marken, Marken aus der BRD oder aus aller Welt angeboten. Für 25,50 € erhält man zum Beispiel eine bunte Mischung mit 2 kg Briefmarken aus Deutschland und der ganzen Welt. Schatzsucher finden in solchen Mischungen gelegentlich auch Schnäppchen.

Der Salzstreuer-Vorstand hat nun beschlossen, im Büro an der Breiten Straße eine Sammelbox für Briefmarken aufzustellen. Jeder kann dann während der Öffnungszeiten dienstags zwischen 10 und 12 Uhr und freitags zwischen 15.30 und 17.30 Uhr die ausgeschnittenen Marken abgeben. Die Marken werden dann an die Sammelstelle in Bethel weitergeleitet und tragen zur Sicherung der Arbeitsplätze bei.

 

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